Besenreiser - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Da Besenreiser ein Hinweis auf eine Venenerkrankung sein können, untersuchen wir im Vorfeld einer Behandlung auch Ihr Venensystem.

Mit unseren Verfahren ist es möglich, das kosmetische Erscheinungsbild von Besenreisern und retikulären Varizen (Netzvenen) deutlich zu verbessern.

Unsere Therapieverfahren

An erster Stelle steht die klinische. Befunderhebung. Dann überprüfen wir das Venensystem mittels einer farbkodierten Ultraschalluntersuchung und prüfen gegebenenfalls auch die Venenfunktion. Anschließend empfehlen wir Ihnen eine geeignete Behandlung. Es gibt im Wesentlichen zwei Behandlungsformen für Besenreiser: Verödung (Sklerosierung) und Laserbehandlungen. Die Auswahl des Verfahrens wird durch Größe und Farbe der zu behandelnden Gefäße bestimmt. Die Behandlungsmethoden können bei Bedarf aber auch kombiniert werden.

Speziell zur Behandlung von oberflächlichen Gefäßveränderungen wie Besenreiser steht der Dual Yellow Laser zur Verfügung. Das in einer Kupfer-Bromid-Röhre erzeugte Laserlicht wird vom roten Blutfarbstoff optimal absorbiert und kann die Anzahl der Besenreiser schon durch einmalige Behandlung der betroffenen Regionen deutlich reduzieren. Häufig sind jedoch mindestens zwei Behandlungen nötig. Die Behandlung ausgedehnter Befunde erfolgt ebenfalls in mehreren Sitzungen. Eine anschließende Kompressionstherapie ist nicht erforderlich.

Außerdem setzen wir auch die bekannten Sklerosierungsverfahren durch Einspritzen eines Verödungsmittels in flüssiger oder aufgeschäumter Form ein. Im Anschluss erfolgt eine Kompressionstherapie, die zur Optimierung des kosmetischen Ergebnisses für eine Dauer von einigen Stunden bis zu etwa einer Woche empfohlen wird – abhängig vom Befund.

Die Besenreiserbehandlung umfasst in den meisten Fällen mehrere Sitzungen. Liegt auch eine behandlungsbedürftige Schädigung des Venensystems vor, sollte diese vor Beginn der Besenreiserbehandlung therapiert werden. Hierzu stehen der Radiowellenkatheter ClosureFast, die endovenöse Laserbehandlung, der innovative VenaSeal-Venenkleber, aber auch offen operative Verfahren sowie die Schaumsklerosierung zur Verfügung.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind sichtbare, netz- oder fächerförmig angeordnete, kleine, rote und blaue Äderchen, die häufig an den Beinen auftreten. Sie können Hinweis auf eine Bindegewebsschwäche, aber auch auf eine medizinisch bedeutsame Venenschwäche sein. 40 % der Frauen leiden unter Besenreisern und sind damit gut 2,5-mal so häufig betroffen wie Männer.

Wie bilden sich Besenreiser?

In der Mehrzahl der Fälle steckt hinter Bindegewebsschwächen und Venenleiden eine vererbte Veranlagung. Daher findet man meistens auch in der Krankengeschichte von Eltern und Großeltern Hinweise auf Besenreiser und/oder Krampfadern. Begünstigende Faktoren sind u.a. langes Stehen und Sitzen, Übergewicht und Bewegungsarmut. Besenreiser können auch ohne das Vorliegen einer medizinisch bedeutsamen Venenschwäche entstehen. In diesen Fällen handelt es sich dann lediglich um eine kosmetisch relevante Störung.

Wie können Besenreiser behandelt werden?

Es gibt im Wesentlichen zwei Behandlungsformen: Verödung (Sklerosierung) und Laserbehandlung.

  • Verödung durch Injektion einer Verödungslösung bzw. eines Verödungsschaums:

    Die Besenreiser werden verödet, indem ein Verödungsmittel in flüssiger Form oder als Schaum in die kleinen, erweiterten Gefäße gespritzt wird. Das Verödungsmittel löst eine entzündliche Reaktion der Gefäßinnenwand aus. Diese führt zu einer Verklebung und anschließend zu einem bindegewebigen Umbau der Venen. Die verödeten Gefäße werden im weiteren Verlauf vom Körper abgebaut. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern.

  • Laserbehandlung (Dual Yellow Kupfer-Bromid-Laser):

    In unserer Praxis kommt der Dual Yellow Laser als einziger seiner Art in Deutschland zum Einsatz. Das in einer Kupfer-Bromid-Röhre erzeugte Laserlicht ist speziell auf die Behandlung von Blutgefäßen abgestimmt. Dadurch ist die Behandlung effektiver als bei vielen anderen für diesen Zweck genutzten Lasergeräten.

    Die Energie des Laserlichtes wird vom roten Blutfarbstoff absorbiert und in Wärme umgewandelt. Durch die entstehende Hitze kommt es zu einer erwünschten thermischen Schädigung der kleinen Blutgefäße, die sich dadurch verschließen und im weiteren Verlauf vom Körper abgebaut werden. Die Laserbehandlung ist besonders für die kleinen roten Äderchen geeignet, die nicht verödet werden können.

Was ist vor und nach der Verödungsbehandlung von Besenreisern zu beachten?
  • Bei Vorliegen einer Allergie gegen die Verödungslösung oder eines symptomatischen Herzscheidewanddefektes darf das Verödungsmittel nicht angewendet werden.

  • Bei Thromboseneigung sollte, wenn die Behandlung erforderlich ist, eine begleitende Thromboseprophylaxe erfolgen.

  • In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte keine Verödung durchgeführt werden.

  • Durch die Behandlung kann es zu leichten Reizerscheinungen kommen (Rötung oder Schwellung). Diese bilden sich kurzfristig zurück. Außerdem kann es zu einer vorübergehenden vermehrten Sichtbarkeit der Besenreiser durch Bildung kleiner, ungefährlicher Blutgerinnsel in den verödeten Gefäßen kommen. Es kann einige Zeit dauern, bis diese sich zurückbilden. Auch kleine Blutergüsse können entstehen. Diese verschwinden innerhalb weniger Tage wieder. Das Auftreten von bräunlichen Flecken (Hyperpigmentierung) oder auch feinsten Äderchen (Matting) in den behandelten Regionen kommt gelegentlich vor. Vereinzelt werden Kreislaufreaktionen, kurzfristige Sehstörungen (Flimmern vor den Augen) oder Migränesymptome kurz nach der Behandlung angegeben. Diese Symptome halten nur kurz an und bilden sich vollständig zurück.

  • Zu schweren Komplikationen, wie Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose, Nervenschädigungen, Absterben von Gewebe oder Infektionen, kommt es extrem selten.

  • Je nach Ausprägung des Befundes erfolgt die Behandlung in mehreren Sitzungen, da die pro Sitzung verwendete Menge an Verödungslösung aus medizinischen Gründen begrenzt ist.

  • Je nach Ansprechen auf die Behandlung kann eine Wiederholung der Verödung erforderlich sein.

  • Nach der Verödung sollten die behandelten Areale für vier bis sechs Wochen nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

  • Im Anschluss an die Therapie wird eine Kompressionsbehandlung zur Unterstützung des Abheilungsprozesses empfohlen. Bitte achten Sie auf ausreichend weite Kleidung und Schuhwerk am Behandlungstag.

  • Nach der Behandlung dürfen und sollen Sie sich bewegen und möglichst wenig sitzen und stehen. Auch moderater Sport ist erlaubt. Sie sollten jedoch Sportarten meiden, die eine Erhöhung des Druckes im Venensystem verursachen, wie z.B. Gewichtheben.

Was ist vor und nach der Laserbehandlung von Besenreisern zu beachten?
  • Die Laserbehandlung sollte nicht in akut entzündlich veränderten Hautregionen angewendet werden.

  • Die Beine sollten vor der Behandlung enthaart/rasiert und nicht eingecremt sein.

  • Während der Behandlung müssen unbedingt die Augen vor dem Laserlicht geschützt werden, z.B. mit Bleikappen oder Schutzbrille.

  • Durch die Behandlung kann es zu einer Hautrötung und selten zu kleinen Hautbläschen oder auch Krustenbildung kommen. Die Krusten heilen innerhalb von zwei bis vier Wochen ab.

  • Im Anschluss an die Behandlung sollten die betroffenen Hautregionen für vier Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden.

  • Eine Kompressionsbehandlung ist optional.

  • Wie auch bei der Verödung kann es nach der Laserbehandlung gelegentlich zur Bildung von Hyper- und Hypopigmentierungen oder zum Matting kommen.

  • Im Durchschnitt sind zwei Behandlungen (im Abstand von mindestens sechs Wochen) bezogen auf das betroffene Hautareal erforderlich, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

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