Unsere Haut, das größte Organ des Menschen, ist mehr als nur eine Hülle – sie ist ein lebenswichtiges Organ, das uns nicht nur schützt, sondern auch repräsentiert. Im Dermatologikum Hamburg verstehen wir die Haut als einen Spiegel unserer inneren Verfassung, wobei eine ausgewogene Ernährung eine wesentliche Rolle für die Gesundheit der Haut spielt. Die richtige Zufuhr von Nährstoffen und eine bewusste Ernährung können die Gesundheit unserer Haut entscheidend verbessern und erhalten. Daher bieten wir eine umfassende Ernährungsberatung und Ernährungstherapie an, die auf Ihr individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Bedeutung der Ernährung für die Hautgesundheit

Unsere Ernährung spielt eine zentrale Rolle für ein gesundes Hautbild. Im Dermatologikum Hamburg achten wir auf folgende essenzielle Aspekte:

  • Flüssigkeitszufuhr:

    Ausreichendes Trinken ist entscheidend für eine elastische und widerstandsfähige Haut. Wir empfehlen, täglich für eine ausreichende Wasserzufuhr zu sorgen, um die Hautfunktionen zu unterstützen.

  • Vielfältige Ernährung:

    Eine nährstoffreiche Kost liefert die Bausteine für die Hauterneuerung. Die Haut profitiert von einer Ernährung mit vielfältigen Obst- und Gemüsesorten, Vollkornprodukten und gesunden Fetten.

  • Sekundäre Pflanzenstoffe:

    Antioxidative Eigenschaften dieser Stoffe schützen vor Umweltschäden und Alterung. Eine pflanzenreiche Ernährung trägt zum Schutz und zur Regeneration der Haut bei.

  • Darm-Haut-Achse:

    Eine gesunde Darmflora spiegelt sich in einem gesunden Hautbild wider. Probiotische Lebensmittel und Ballaststoffe sind wichtig für die Darmgesundheit und damit auch für die Haut.

Diese Ernährungsprinzipien sind Teil unseres Ansatzes, um Ihre Hautgesundheit ganzheitlich zu fördern. Wir unterstützen Sie mit maßgeschneiderten Ernährungsplänen, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Saskia Jencke, unsere Oecotrophologin am Dermatologikum Hamburg
Saskia Jencke, unsere Oecotrophologin am Dermatologikum Hamburg

Dermatologie und Ernährung

Wirkung zwischen Ernährung und Haut

Eine Ernährung, die reich an Proteinen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, fördert den Aufbau und die Geschmeidigkeit der Haut. Gleichzeitig tragen sekundäre Pflanzenstoffe zum Schutz der Haut bei. Im Dermatologikum Hamburg streben wir danach, die positiven Einflüsse der Ernährung auf die Haut voll auszuschöpfen und gleichzeitig negative Faktoren zu reduzieren.

Warum ist Ernährung in der Dermatologie wichtig?

Eine individuell angepasste Ernährung kann präventiv gegen Hauterkrankungen wirken und ein gesundes Hautbild unterstützen. Im Dermatologikum Hamburg wird jede Ernährungsberatung und -therapie speziell auf die Bedürfnisse und Ziele der Patient:innen sowie auf deren spezifische Hauterkrankungen zugeschnitten, um Beschwerden zu lindern und einer Verschlechterung der Hautveränderungen vorzubeugen.

Hauterkrankungen und Ernährung

Rolle der Ernährung bei Akne

Die sogenannte "Western Diet", charakterisiert durch einen hohen Anteil an zucker- und fettreichen Lebensmitteln sowie schnellen Kohlenhydraten, steht in Verdacht, entzündliche Hautzustände wie Akne zu begünstigen. Ein Übermaß dieser Nahrungsbestandteile kann zu einer Hyperaktivität der Talgdrüsen führen, was wiederum die Poren verstopfen und Entzündungen begünstigen kann. Um diesen Effekten entgegenzuwirken, ist eine Umstellung auf eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Ballaststoffen ist, von Vorteil. Diese Nährstoffe können dazu beitragen, die Entzündungsreaktionen in der Haut zu modulieren und die Akne-Symptomatik zu mildern.

Einfluss der Ernährung auf Ekzeme und Psoriasis

Bei entzündlichen Hauterkrankungen wie dem atopischen Ekzem (Neurodermitis) und Psoriasis kann die Ernährung eine erhebliche Rolle spielen. Nahrungsmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, können Entzündungsprozesse im Körper verstärken und somit auch Hautreaktionen wie Ekzeme verschlechtern. Auch bestimmte Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten können zu einer Verschlimmerung der Symptome führen. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass eine Ernährung, die reich an bestimmten Nährstoffen ist, wie z. B. Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren, potenziell entzündungshemmende Wirkungen haben und damit die Beschwerden von Psoriasis-Patient:innen lindern kann.

Ernährung und Hautalterung

Die Hautalterung wird durch eine Reihe von internen und externen Faktoren beeinflusst, unter denen die Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Eine Diät, die arm an Antioxidantien ist, kann den oxidativen Stress im Körper erhöhen, der zur Beschleunigung des Alterungsprozesses beiträgt. Umgekehrt kann eine Ernährung, die reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen ist, dazu beitragen, die Haut vor oxidativem Stress zu schützen und Zeichen der vorzeitigen Hautalterung zu verringern. Zudem kann eine hohe Zufuhr von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten zur Glykation führen, einem Prozess, bei dem Zucker mit Proteinen in der Haut reagiert und zu einem Verlust der Elastizität und der Bildung von Falten beitragen kann.

Ernährungstherapie in der Dermatologie

Erstellung individueller Ernährungspläne

Die Erstellung eines individuellen Ernährungsplans beginnt mit einer ausführlichen Analyse der Ernährungsgewohnheiten und möglichen Beschwerden an der Haut. Ziel ist es, ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Ernährungskonzept zu entwickeln, das Ihre Hautgesundheit optimal fördert.

Integration von Nahrungsergänzungsmitteln

Wir im Dermatologikum Hamburg setzen Nahrungsergänzungsmittel nur dann ein, wenn sie notwendig sind, um die Ernährung optimal zu ergänzen und die Gesundheit der Haut zu unterstützen.

Patient:innenberatung und -betreuung

Unsere Ernährungsberatung und -therapie erfolgt immer individuell. Sie zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern, die sonstige Behandlung zu unterstützen und das Wohlbefinden zu steigern. Wir beraten Sie, wie Sie Ihre Hautgesundheit präventiv unterstützen und frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken können.

Allergien und Unverträglichkeiten

Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelallergien und Hautproblemen

Symptome einer Nahrungsmittelallergie äußern sich häufig über die Haut. Im Dermatologikum Hamburg führen wir entsprechende Allergietestungen durch und bieten spezialisierte Ernährungstherapien an, um Allergien und Unverträglichkeiten zu managen.

Diagnose und Ernährungsmanagement

Zur Identifikation von Nahrungsmittelallergien nutzen wir im Dermatologikum Hamburg Allergietestungen und diagnostische Diäten. Das Ziel ist es, die Auslöser der Beschwerden zu erkennen, konsequent zu meiden und dennoch eine vollwertige Ernährung zu gewährleisten.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Es gibt keine pauschale Liste von Lebensmitteln, die bei allen Arten von Hautproblemen vermieden werden sollten. Die Empfehlungen sind spezifisch und basieren auf der individuellen Diagnose und Symptomatik der Patient:innen.

Einige Patient:innen berichten von einer Besserung ihrer Rosacea-Symptome durch eine mediterrane Kost. Zusätzlich können individuelle Auslöser wie Alkohol und scharfe Speisen identifiziert und gemieden werden.

Bestimmte Lebensmittel, wie Kuhmilchprodukte und raffinierter Zucker, können bei einigen Patient:innen Akneausbrüche verschlimmern. Eine Ernährungsumstellung, die auf Antioxidantien und Vitaminen basiert, kann hingegen das Hautbild verbessern.

Ein übermäßiger Konsum von Zucker kann zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen und Entzündungsprozesse in der Haut begünstigen, was sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken und zu Akne oder Hautalterung beitragen kann.

Während die Ernährung eine wesentliche Rolle bei der Prävention von einigen Krebsarten wie Darmkrebs spielt, ist ihr Einfluss auf die Entstehung von Hautkrebs weniger ausgeprägt. Der wichtigste präventive Faktor gegen Hautkrebs ist der Schutz vor UV-Strahlung.

Für eine effektive Kollagenproduktion benötigt der Körper genügend Proteine und Vitamin C. Eine ausreichende Zufuhr dieser Nährstoffe durch eine ausgewogene Ernährung trägt zur Bildung von Kollagen bei und kann somit die Haut straffen.

Eine gut geplante vegane Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe enthält, kann genauso vorteilhaft für die Haut sein wie eine ausgewogene Mischkost. Der Schlüssel liegt in der Vielfalt und Ausgewogenheit der Nahrungsmittel.

Wenn der Verdacht einer Nahrungsmittelallergie besteht, können spezifische Hauttests wie der Prick-Test oder Bluttests auf spezifische Immunglobuline (IgE) durchgeführt werden. Für Allergien, die sich auf diese Weise nicht nachweisen lassen, kommen auch diagnostische Diäten zum Einsatz.

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