Narben-Behandlung am Dermatologikum Hamburg

Gerade bei der Behandlung von Narben greift häufig am besten eine Kombination verschiedener Methoden. Wir können Ihnen alle wirkungsvollen Therapien anbieten.

Zu uns ins Zentrum kommen Patient/-innen mit Narben, die eine ästhetische oder funktionelle Beeinträchtigung mit sich bringen. Durch die Vielfalt der Ursachen, Ausprägungen und therapeutischen Optionen ist die Narbenkorrektur ein sehr komplexes Gebiet. Für den Erfolg einer Narbenbehandlung ist deshalb sowohl die persönliche Erfahrung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes entscheidend als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Unsere Fachärzt/-innen klären über das zu erwartende Ergebnis und die therapeutischen Möglichkeiten auf und begleiten den Prozess bis zu einer unauffälligen Narbe. Dabei ist Geduld nötig, da die Behandlung oft über einen längeren Zeitraum erfolgen muss.

Die beste Therapie bei Narben ist die Prävention, die bereits bei der Entstehung der Wunde selbst beginnt. Sie selbst sollten frische Narben von vornherein

  • wenig Zug, Druck und Dehnung aussetzen

  • konsequent vor Sonne schützen

  • bei Wachstumszunahme möglichst frühzeitig wieder vorstellig werden

Korrektur von entstellenden Narben

Ist die Narbe nach einer Operation oder einem Unfall zu breit oder eingesunken, so kann eine operative Narbenkorrektur in örtlicher Betäubung das Narbenbild deutlich verbessern.

Bei einer operativen Korrektur sind der richtige Zeitpunkt und die chirurgische Technik ausschlaggebend für den Erfolg. Die Narbe muss in einem stabilen Zustand sein. Der Eingriff selbst dauert nicht lange und kann ambulant durchgeführt werden. Dafür ist die Nachbehandlung intensiv und bedarf einer sorgfältigen Überwachung.

Um eine feine und zarte Narbe zu produzieren, sollten zusätzlich die Therapie mit Silikonfolie oder Silikonsalben, eine Laserbehandlung und das Medical-Needling erwogen werden, um alle Optionen auszuschöpfen.

Therapie von juckenden und schmerzhaften Narben

Schmerzt und juckt eine Narbe nach der Heilung (gewöhnlich nach 6 Wochen) oder bleibt sie gerötet, sollte sie behandelt werden, da sie sich nicht von alleine zurückbildet. Bei wulstigen (hypertrophen Narben) und wuchernden Veränderungen (Keloide) gibt es eine bestimmte Therapie-Reihenfolge, um die betroffenen Patient/-innen von Juckreiz und Schmerzen zu heilen.

Silikonfolie - Silikongel

Durch den Einschluss von Feuchtigkeit und eine leichte Erhöhung der lokalen Hauttemperatur schafft das Silikon (als Folie oder Gel) das optimale Klima für die Heilung der Narbe und stoppt so die Überproduktion von Narbengewebe.

Die mit Silikon behandelte Narbe wird blass, flach und weich. Die Beschwerden verschwinden.

Kompressionstherapie

Durch den Druck der speziell angefertigten Kompressionsbekleidung kann die Narbe schneller reifen, der Juckreiz wird gehemmt und die rötliche Färbung der Narbe blasst ab. Diese Therapie findet auch häufig in der Verbrennungschirurgie Anwendung, wo man große und einschränkende Narbe behandeln muss.

Fraktionierte Lasertherapie

Die moderne fraktionierte Laser-Therapie ist eine effektive Methode, um die Haut zu glätten, Rötungen zu beseitigen und eine natürliche Ebenmäßigkeit der Haut wiederherzustellen. Bei einer Behandlung mit einem fraktionierten System werden sehr kleine Hitzesäulen gezielt in die Haut gebracht. Zwischen diesen erhitzten Hautstellen liegen unbehandelte Hautzellen, die einen Heilungsprozess in Gang setzen. Die natürliche Selbstheilungskraft der Haut sorgt für eine Hauterneuerung. Dieses Verfahren kann für alle Körperbereiche angewendet werden und ist für fast alle Hauttypen geeignet.

Injektion von Medikamenten in die Narbe

Die Injektion einer kortisonähnlichen, flüssigen Substanz direkt in die Narbe (Intraläsionale Corticosteroide) wird bei aktiven, hellroten Narben empfohlen. Die Wirksamkeit bei wuchernden Veränderungen (Keloide) liegt bei ca. 50-100 %. Dazu sind allerdings meistens mindestens drei Injektionssitzungen im Abstand von 2-6 Wochen erforderlich, bevor ein Effekt beurteilbar ist.

Zusätzlich setzen wir sogenannte Zytostatika wie das 5-Fluorouracil (5-FU) zur Behandlung von hypertrophen Narben und Keloiden ein. In Kombination mit der oben erwähnten Kortison-Injektion werden Narben und Keloide verkleinert und Symptome wie Juckreiz und Schmerzen gemindert.

Kryotherapie – Vereisung der Narbe

Bei der Vereisung der betroffenen Narbe mit flüssigem Stickstoff kommt es nach der Behandlung zur Blasenbildung. Die daraus entstehende Wunde benötigt einige Wochen bis zur kompletten Abheilung. Eine Wiederholung dieser Prozedur sollte bis zum gewünschten Behandlungserfolg alle 4-6 Wochen nach Abheilen der Blasen wiederholt werden und führt zu einer Linderung der Schmerzen und des Juckreizes.

Micro-Needling

Beim Needling wird die Haut mit vielen kleinen Nadeln durchstochen. Durch die Mini-Verletzungen wird eine Wundheilungskaskade angestoßen, die zu Regeneration der Haut führt. Das Needling erfolgt mit Nadeln einer Länge von 1-3 Millimetern. Diese können an einer Rolle oder an einem Stempel angebracht und entsprechend auf die Haut gesetzt werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel nach Aufbringen einer lokalen Betäubungscreme oder bei großen Narben auch in Narkose. Zudem können die in das Narbengewebe eingebrachten Stichkanäle für biologische Wirksubstanzen genutzt werden, die das Narbenwachstum in die richtige Richtung steuern.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird eine adäquate Strahlendosis auf die frisch operierte Narbe projiziert und führt zur Hemmung der überschüssigen Fibroblasten-Neubildung und damit der Keloidbildung. Die Wundheilung wird nicht verzögert. Eine postoperative Bestrahlung nach Entfernung eines Keloids sollte idealerweise innerhalb von 7 Stunden beginnen, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden.

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