DERMATOLOGIKUM HAMBURG DERMATOLOGIKUM HAMBURG

Gefäßchirurgie

Besenreiser

Es gibt im Wesentlichen zwei Behandlungsformen für Besenreiser: die Verödung (Sklerosierung) und Laserbehandlungen.

Speziell zur Behandlung von oberflächlichen Gefäßveränderungen wie Besenreiser steht der Dual Yellow Laser zur Verfügung. Das in einer Kupfer-Bromid-Röhre erzeugte Laserlicht wird vom roten Blutfarbstoff optimal absorbiert und kann die Anzahl der Besenreiser schon durch einmalige Behandlung der betroffenen Regionen deutlich reduzieren. Häufig sind jedoch mindestens zwei Behandlungen notwendig. Die Behandlung ausgedehnter Befunde erfolgt ebenfalls in mehreren Sitzungen. Eine anschließende Kompressionstherapie ist nicht erforderlich.

Außerdem kommen weiterhin die bekannten Sklerosierungsverfahren durch Einspritzen eines Verödungsmittels in flüssiger oder aufgeschäumter Form zum Einsatz. Im Anschluss an die Sklerosierungsbehandlung erfolgt eine Kompressionstherapie, die zur Optimierung des kosmetischen Ergebnisses in Abhängigkeit vom Befund für eine Dauer von einigen Stunden bis zu etwa einer Woche empfohlen wird.

Die Auswahl des Verfahrens wird durch Größe und Farbe der zu behandelnden Gefäße bestimmt. Mit den genannten Behandlungsverfahren ist es möglich, das kosmetische Erscheinungsbild von Besenreisern und retikulären Varizen (Netzvenen) deutlich zu verbessern. Die Behandlungsmethoden können bei Bedarf auch kombiniert angewendet werden. Da Besenreiser auch ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung sein können, sollte im Vorfeld einer Besenreiserbehandlung das Venensystem untersucht werden.

Wenn Sie mit Besenreisern in unsere Gefäßabteilung kommen, sieht das Vorgehen unserer Fachärzte wie folgt aus: Nach einer klinischen Befunderhebung, einer Überprüfung des Venensystems mittels einer farbkodierten Ultraschalluntersuchung sowie gegebenenfalls einer Venenfunktionsprüfung empfiehlt Ihnen Ihr behandelnder Arzt das geeignete Behandlungsverfahren, je nach Befund auch eine Kombination der infrage kommenden Methoden. Die Besenreiserbehandlung umfasst in den meisten Fällen mehrere Sitzungen. Liegt auch eine behandlungsbedürftige Schädigung des Venensystems vor, sollte diese vor Beginn der Besenreiserbehandlung therapiert werden. Hierzu stehen der Radiowellenkatheter ClosureFast, die endovenöse Laserbehandlung, der innovative VenaSeal-Venenkleber, aber auch offen operative Verfahren sowie die Schaumsklerosierung zur Verfügung.

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  • Die Laserbehandlung sollte nicht in akut entzündlich veränderten Hautregionen angewendet werden.
  • Die Beine sollten vor der Behandlung enthaart/rasiert und nicht eingecremt sein.
  • Während der Behandlung müssen unbedingt die Augen vor dem Laserlicht geschützt werden, z. B. mit Bleikappen oder Schutzbrille.
  • Durch die Behandlung kann es zu einer Hautrötung und selten zu kleinen Hautbläschen oder auch anschließender Krustenbildung kommen. Die Krusten heilen innerhalb von zwei bis vier Wochen ab.
  • Im Anschluss an die Behandlung sollten die betroffenen Hautregionen für vier Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden.
  • Eine Kompressionsbehandlung ist optional.
  • Wie auch bei der Verödung kann es nach der Laserbehandlung gelegentlich zur Bildung von Hyper- und Hypopigmentierungen oder zum Matting kommen.
  • Im Durchschnitt sind zwei Behandlungen (im Abstand von mindestens sechs Wochen) bezogen auf das betroffene Hautareal erforderlich, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
  • Bei Vorliegen einer Allergie gegen die Verödungslösung oder einem symptomatischen Herzscheidewanddefekt darf das Verödungsmittel nicht angewendet werden.
  • Bei Thromboseneigung sollte, wenn die Behandlung erforderlich ist, eine begleitende Thromboseprophylaxe erfolgen.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte keine Verödung durchgeführt werden.
  • Durch die Behandlung kann es zu leichten Reizerscheinungen kommen (Rötungen oder Schwellung). Diese bilden sich kurzfristig zurück. Außerdem kann es zu einer vorübergehenden vermehrten Sichtbarkeit der Besenreiser durch Bildung kleiner, ungefährlicher Blutgerinnsel in den verödeten Gefäßen kommen. Es kann einige Zeit dauern, bis diese sich zurückbilden. Auch kleine Blutergüsse können entstehen. Diese verschwinden innerhalb weniger Tage wieder. Das Auftreten von bräunlichen Flecken (Hyperpigmentierung) oder auch feinsten Äderchen (Matting) in den behandelten Regionen kommt gelegentlich vor. Vereinzelt werden Kreislaufreaktionen, kurzfristige Sehstörungen (Flimmern vor den Augen) oder Migränesymptome kurz nach der Behandlung angegeben. Diese Symptome halten nur kurz an und bilden sich vollständig zurück.
  • Zu schweren Komplikationen, wie Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose, Nervenschädigungen, Absterben von Gewebe oder Infektionen, kommt es extrem selten.
  • Je nach Ausprägung des Befundes erfolgt die Behandlung in mehreren Sitzungen, da die pro Sitzung zu verwendende Menge an Verödungslösung aus medizinischen Gründen begrenzt ist.
  • Je nach Ansprechen auf die Behandlung kann eine Wiederholung der Verödung erforderlich sein.
  • Nach der Verödung sollten die behandelten Areale für vier bis sechs Wochen nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.
  • Im Anschluss an die Therapie wird eine Kompressionsbehandlung zur Unterstützung des Abheilungsprozesses empfohlen. Bitte achten Sie auf ausreichend weite Kleidung und Schuhwerk am Behandlungstag.
  • Nach der Behandlung dürfen und sollen Sie sich bewegen und möglichst wenig sitzen und stehen. Auch moderater Sport ist erlaubt. Sie sollten jedoch Sportarten meiden, die eine Erhöhung des Druckes im Venensystem verursachen, wie Gewichtheben.

Besenreiser sind sichtbare, netz- oder fächerförmig angeordnete, kleine, rote und blaue Äderchen, die häufig an den Beinen auftreten. Sie können Hinweis auf eine Bindegewebsschwäche, aber auch auf das Vorliegen einer medizinisch bedeutsamen Venenschwäche sein. 40 % der Frauen „leiden“ unter Besenreiser und sind damit gut 2,5-mal so häufig betroffen wie Männer.

In der Mehrzahl der Fälle liegt einer Bindegewebsschwäche wie auch bei einem Venenleiden eine vererbte Veranlagung zugrunde, daher findet man meistens auch in der Krankengeschichte von Eltern und Großeltern Hinweise auf Besenreiser und/oder Krampfadern. Begünstigende Faktoren sind u. a. langes Stehen und Sitzen, Übergewicht und Bewegungsarmut. Besenreiser können auch ohne das Vorliegen einer medizinisch bedeutsamen Venenschwäche entstehen. In diesen Fällen handelt es sich dann lediglich um eine kosmetisch relevante Störung.

Es gibt im Wesentlichen zwei Behandlungsformen:

Verödung (Sklerosierung) und/oder Laserbehandlung

Verödung durch Injektion einer Verödungs­lösung bzw. eines Verödungsschaums:

Die Besenreiser können durch direktes Einspritzen eines Verödungsmittels in flüssiger Form oder als Schaum in die kleinen, erweiterten Gefäße verödet werden. Das Verödungsmittel löst eine entzündliche Reaktion der Gefäßinnenwand aus. Die führt zu einer Verklebung und anschließend zu einem bindegewebigen Umbau der Venen. Die verödeten Gefäße werden im weiteren Verlauf vom Körper abgebaut. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern.

Laserbehandlung:

(Dual Yellow Kupfer-Bromid-Laser)

In unserer Praxis kommt der Dual Yellow Laser als einziger seiner Art in Deutschland zum Einsatz. Das in einer Kupfer- Bromid-Röhre erzeugte Laserlicht ist speziell auf die Behandlung von Blutgefäßen abgestimmt. Dadurch ist die Behandlung effektiver als bei vielen anderen für diesen Zweck genutzten Lasergeräten.

Die Energie des Laserlichtes wird vom roten Blutfarbstoff absorbiert und in Wärme umgewandelt. Durch die entstehende Hitze kommt es zu einer erwünschten thermischen Schädigung der kleinen Blutgefäße, die sich dadurch verschließen und im weiteren Verlauf ebenfalls vom Körper abgebaut werden. Die Laserbehandlung ist besonders für die kleinen roten Äderchen geeignet, die nicht verödet werden können.