Weißer und schwarzer Hautkrebs

Eine beruhigende Nachricht vorweg: Hautkrebs entsteht fast immer in der Oberhaut und kann sehr gut behandelt werden, wenn er frühzeitig bei einer Vorsorgeuntersuchung erkannt wurde und noch nicht gestreut hat.

Ganz grob unterscheiden wir zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs.

Weißer Hautkrebs

Der weiße Hautkrebs kennt zwei Arten: das Basaliom (auch Basalzellkrebs) und das Spinaliom (auch Stachelzellkarzinom oder Plattenepithelkarzinom). Von 140.000 Hautkrebs-Neuerkrankungen im Jahr in Deutschland entfallen ca. 90 % auf den weißen Hautkrebs. Es erkranken vor allem ältere Menschen (durchschnittliches Erkrankungsalter ca. 70 Jahre) und Männer sind stärker als Frauen betroffen. In den letzten Jahren erkrankten aber häufiger auch jüngere Menschen. Weit verbreitet sind die Frühformen des Stachelzellkrebses, die auch Aktinische Keratosen genannt werden. Diese Hautveränderungen sind häufig schuppig und krustig in einem hellen Braun- oder Rotton. Sie entstehen durch eine UV-bedingte Schädigung der Zellen in der Oberhaut und können sich ohne Behandlung zu voll ausgeprägten, weiter in die Tiefe wachsenden Spinaliomen entwickeln.

Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs wird auch als Melanom bezeichnet und macht 10 % der Hautkrebs-Neuerkrankungen im Jahr aus. Melanome können auch schon bei jüngeren Leuten auftreten. Bei Melanomen entarten die durch Sonnenbrände geschädigten Pigmentzellen in der Haut. Sie erscheinen als bräunliche oder schwarze Flecken auf der Haut – daher auch der Name. Ob so ein Fleck ein gutartiges Muttermal oder ein Melanom ist, kann nur von einer Hautärztin/einem Hautarzt einwandfrei festgestellt werden. Ca. 10 bis 20 % der Melanome entstehen aus einem gutartigen Muttermal heraus. Melanome sind gefährlicher als weißer Hautkrebs, da sich die entarteten Zellen unkontrolliert und aggressiv teilen und in benachbarte Organe streuen können, wo sie Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

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