DERMATOLOGIKUM HAMBURG DERMATOLOGIKUM HAMBURG


Diagnostik und Therapie für die Haut

Dermatologische Ambulanz mit dermatologischer Onkologie und Chirurgie, Kinderdermatologie und psychosomatischer Dermatologie

„Prävention ist das A und O in der Medizin. Dies gilt besonders für das Oberflächenorgan Haut.“ Prof. Dr. med. Volker Steinkraus

Kein menschliches Organ lässt sich so einfach und gleichzeitig so effektiv untersuchen wie die Haut. Unser Team von rund 40 Ärzten kümmert sich um die Gesunderhaltung Ihrer Haut. Durch Spezialisierungen innerhalb ihres Fachgebietes können unsere Fachärztinnen und Fachärzte die gesamte Bandbreite an Hauterkrankungen behandeln. Unsere hauseigenen hochspezialisierten Labore ermöglichen uns eine sehr schnelle Diagnostik von Hautveränderungen und anderen abzuklärenden Befunden, die unsere Ärzte in der Ambulanz feststellen.

Am Dermatologikum Hamburg werden alle chirurgischen Eingriffe an der Haut von einem erfahrenen Ärzteteam nach dem jeweils neuesten Kenntnisstand der operativen Dermatologie durchgeführt. Die Behandlung erfolgt gemäß den Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften. Wir verfügen über vier voll ausgestattete Operationssäle und sind mit der Gründung einer Privatklinik in der Lage, medizinische Eingriffe durchzuführen, die eine anschließende stationäre Überwachung unserer Patientinnen und Patienten erfordern. Die räumliche Verbindung von dermatologischer Ambulanz und OP bietet den Vorteil einer schnellen und reibungslosen Organisation.

Die dermatologische Ambulanz ist eng vernetzt mit der Allergieabteilung, der Labordiagnostik bei uns im Haus, der Gefäßchirurgie und der medizinischen Kosmetik. Über unsere Praxis hinaus haben wir ein stabiles überregionales Netzwerk mit Spezialisten anderer Fachgebiete aufgebaut. Für seltene Erkrankungen und für Forschungszwecke tauschen sich unsere Fachärzte regelmäßig innerhalb internationaler Fachkreise aus. Ziel ist dabei immer die bestmögliche Therapie für unsere Patientinnen und Patienten.


Dermatologische Ambulanz

Das Team

In der dermatologischen Ambulanz arbeiten 25 Fachärzte für Dermatologie, die das komplette Spektrum von Hauterkrankungen diagnostizieren und therapieren. Sie haben sich für bestimmte Schwerpunkte besondere Kompetenzen erarbeitet und führen größtenteils Zusatzbezeichnungen, das heißt, sie haben fachliche Zusatzweiterbildungen durch praktische Expertise und Prüfungen vor der zuständigen Ärztekammer erworben. Das Team aus insgesamt 35 Ärzten wird durch unser kompetentes und verantwortungsbewusstes Pflegeteam unterstützt.

 

Prof. Dr. med. Volker Steinkraus
Gründer Dermatologikum Hamburg und Leitung Dermatologie
Facharzt für Dermatologie
Allergologie, Dermatohistologie
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Syrus Karsai, D.A.L.M.
Stell. Leitung Dermatologie
Facharzt für Dermatologie
Diploma in Aesthetic Laser Medicine
Priv.-Doz. Dr. med. Dieter Vieluf
Leitung Zentrum für Allergologie
Facharzt für Dermatologie
Allergologie, Umweltmedizin, Sozialmedizin
Dr. med. Norbert Blödorn-Schlicht
Leitung Dermatohistopathologie
Facharzt für Dermatologie
Dermatohistologie
Dr. med. Peter Weisenseel
Facharzt für Dermatologie
Allergologie
Sprechstunde für Schuppenflechte (Psoriasis)
Dr. med. Andreas Dietrich
Facharzt für Dermatologie
Phlebologie, Proktologie
Sprechstunde für Lasermedizin
Dr. med. Barbara Kunz
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie
Sprechstunde für Kinderdermatologie
Dr. med. Désirée Hölscher
Fachärztin für Dermatologie und Anästhesiologie
Allergologie
Sprechstunde für Haar- und Kopfhauterkrankungen
Dr. med. Friederike Wagner
Leitung Lasermedizin
Fachärztin für Dermatologie
Dr. med. Berid Altmann-Lappas
Fachärztin für Dermatologie
Phlebologie
Dr. med. Marian Anderko
Facharzt für Dermatologie
Jasmin Broyer
Fachärztin für Dermatologie
Dermatohistologie
Dr. med. Claudia Coordes
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie
Dr. med. Birgit Frantzen
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie
Dr. med. Insa Lohmeyer
Fachärztin für Dermatologie
Sprechstunde für Lasermedizin
Dr. med. Birgit Mascher
Fachärztin für Dermatologie
Berufsdermatologie (ABD)
Dr. med. Johanna Pirrone
Fachärztin für Dermatologie
Dermatohistologie
Dr. med. Ulrike Poliza
Ärztin mit Schwerpunkt Ästhetische Dermatologie
Dr. med. Nadja Reitmeier
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie
Dr. med. Ingrid Schmoeckel
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie, Proktologie, Tropendermatologie
Sprechstunde für Haar- und Kopfhauterkrankungen
Dr. med. Kerstin Söhl
Fachärztin für Dermatologie
Phlebologie
Dr. med. Ines Vieluf
Fachärztin für Dermatologie
Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin


Dermatologische Ambulanz

FAQs

 

Haut & Sonne

Sonne in ungewohnter Form ist Stress für die Haut, an den sie sich langsam gewöhnen muss. Das braucht Zeit! Tipps, um die Sonne zu genießen und dabei seine Haut zu retten:

  • Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors (LSF). Ab LSF 30 bei empfindlicher und unvorbereiteter Haut. Mit UV-A- und UV-B-Schutz.
  • Richtiges Eincremen. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad und in ausreichender Menge. Nochmaliges Eincremen ist z. B. nach dem Schwimmen nötig, um den auf der Sonnencremeflasche/Tube angegebenen LSF wieder zu erreichen. Und: Zweimal mit LSF 20 eingecremt, erhöht diesen nicht auf 40!
  • Langsame Sonnengewöhnung. Kurze Sonnen­bäder im heimischen Garten am Vormittag oder ab dem späten Nachmittag anstatt Brutzeln am Strand im Süden zur Mittagszeit.
  • An textilen Sonnenschutz wie Hut, T-Shirt, Sonnenbrille denken.

Was die wenigsten wissen: Nur wer 2 mg Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufträgt (bei einem Menschen von 70 kg macht das immerhin 40 g Creme!), erreicht den Lichtschutzfaktor, der auf der Flasche/Tube deklariert wird. Es ist also durchaus möglich, eine Sonnencreme mit LSF 50 zu benutzen, aber durch ungenügendes Eincremen trotzdem nur einen LSF von 5 zu erreichen. Und nun einmal Hand aufs Herz: Mit wie vielen nur halb verbrauchten Sonnenmilchflaschen im Gepäck kommen Sie aus dem Urlaub wieder nach Hause?

Ja. Die Haut vergisst nichts. Wenn wir unsere Haut den UV-Strahlen zu intensiv aussetzen, erkennen wir das an leichten Rötungen bis hin zu ausgeprägten Sonnenbränden. Was wir nicht sehen, sind die Zellschäden, die dadurch entstehen. Zum Glück haben wir ein starkes körpereigenes Reparatursystem, das viele dieser Schäden ausbessern kann. Im Idealfall werden die geschädigten Zellen aus dem Verkehr gezogen. Es ist aber möglich, dass geschädigte Zellen weiterhin an der Zellteilung teilnehmen und noch Jahre später entarten. Daher kann ein Sonnenbrand in der Kindheit auch noch im Erwachsenenalter zu Hautkrebs führen. Die gute Nachricht: Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge so wichtig.

Die Ursachen sind tatsächlich noch nicht ausreichend erforscht. Wahrscheinlich wurde die Haut durch Umwelteinflüsse sensibilisiert und reagiert nun allergisch auf UV-Licht.

Eine langsame Gewöhnung der Haut an die Sonnenstrahlen kann das Risiko einer Sonnenallergie senken. Eine Vorbereitung im Solarium ist aber nicht zu empfehlen! In den UV-Lichtkabinen beim Hautarzt kann allerdings eine Abhärtung mit einer langsam ansteigenden Dosierung durchgeführt werden, eine etwas aufwendige, aber wirkungsvolle Therapie. Die Einnahme von Pflanzenstoffen (Polypodium leucotomos, Karotinoide) kann sich positiv auf die Lichtempfindlichkeit auswirken und einen geringen UV-Schutz aufbauen. Kurzfristig helfen Kortison-Cremes und Antihistaminika.

Haut & Winter

  • Duschöle verwenden und vorsichtig abtrocknen. So bleiben die Öle der Haut erhalten.
  • Milde Reinigung: aggressive Tenside vermeiden (erkennt man meist an einer starken Schäumung). Lauwarme Gesichtskompressen mit Kamille oder Lavendel verstärken den Reinigungseffekt und wirken beruhigend sowie antientzündlich (zehn Sekunden Einwirkzeit).
  • Faustregel Pflege: Wasseranteil reduzieren, Fettanteil erhöhen. Wasser-in-Öl-(W/Ö-)Emulsionen bevorzugen.
  • Mechanische Peelings irritieren die Haut im Winter unnötig. Lieber auf enzymatisch wirkende Peelings umsteigen.
  • Der Winter ist perfekt geeignet für Fruchtsäure- und Mikrodermabrasionsbehandlungen. Ergebnis: ein frisches und verfeinertes Hautbild.

Die Haut hat sich im Winter von der Sonne entwöhnt. Eine plötzliche Sonnenexposition wie im Skiurlaub ist für sie deshalb ein Schock, auf den sie gänzlich unvorbereitet reagieren muss. Ein konsequenter Schutz gegen UV-B-Strahlen (LSF 30+) und UV-A-Strahlen ist Pflicht. Die unvorbereitete Haut muss langsam an die Höhensonne gewöhnt werden. Also nicht gleich am ersten Urlaubstag Après-Ski im Liegestuhl!

Die Kraft der UV-Strahlen wird im Winter oft unterschätzt. An sonnigen Wintertagen ist ein UV-Schutz unabhängig vom Aufenthaltsort wichtig. Es können auch Make-ups oder Tagescremes mit UV-Schutz benutzt werden. Wenn die Creme zusätzlich einen hohen Fettgehalt aufweist, kann sie unsere Haut gleichzeitig gegen Kälte schützen.

Nein, das stimmt nicht. Durch häufiges Benutzen von Lippenpflegestiften kann allerdings ein Gewöhnungseffekt eintreten. Dadurch werden normale Lippen als trocken und spröde empfunden. Da die Lippen durch fehlende Talgdrüsen wenig pflegende Fette produzieren, können sie sich schlecht gegen die Kälte schützen. Pflegestifte liefern im Winter hochwertige hautidentische Lipide wie Jojobaöl oder Sheabutter. Sie sollten aber nur so häufig benutzt werden, wie unsere Lippen diese Extrapflege brauchen. Andernfalls muss die Talgproduktion manchmal wieder auf Touren kommen, wenn sie lange Zeit nicht gefordert war. Neigt man zu entzündeten, gereizten Lippen, sollte man dies lieber ärztlich abklären lassen.

Viele Menschen haben im Winter fettarme, trockene Haut. Je besser die Haut mit Fetten versorgt ist, desto besser kann sie Feuchtigkeit speichern. Eine milde Reinigung schützt vor zusätzlichem Austrocknen. Danach kann für das Gesicht ein Serum verwendet werden. Die zugeführte Feuchtigkeit wird im letzten Schritt mit einer fetthaltigen Pflegecreme versiegelt.

Ist die Haut von selbst gut durchfeuchtet, reicht ein weniger reichhaltiges Pflegeprogramm, sonst kann es zu einer Übersättigung der Haut kommen. Pickel, häufig um den Mund, sind die Folge. Kurzes und nicht zu warmes Baden oder Duschen mit Ölen und ein anschließendes vorsichtiges Abtrocknen sind gut für unsere gestresste Haut. Danach nimmt sie die Wirkstoffe von Bodylotions besonders gut auf.

Unsere Haut hat im Winter Stress an zwei Fronten. Zum einen trocknet sie durch die kalten Außentemperaturen aus, denn Kälte entzieht der Haut Feuchtigkeit. Dass Kälte austrocknet, ist als physikalisches Phänomen bekannt. Wer nasse Wäsche bei Frost in den Garten hängt, wird feststellen, dass diese schnell trocknet. Zum anderen sind die Innenräume meist überheizt. Die Heizungsluft entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Die Haut ist mehrmals am Tag dem Wechsel zwischen eisigen Außentemperaturen und sehr warmer Innentemperatur ausgesetzt. Diesen Stress kann sie aber durch einen exzellenten Eigenschutz, das heißt eine intakte Hautbarriere, und eine klug abgestimmte Pflege gut überstehen.

Ideal ist eine Intensivpflege mit Dexpanthenol, Glyzerin oder Urea. Diese Wirkstoffe erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit der Haut und wirken glättend. Gegen rissige Haut eignen sich auch Schrundencremes für die Füße. In ihnen sind Urea, Feuchtigkeitsspender und Salizylsäure zur Ablösung von Hautschuppen kombiniert.

Auch rezeptpflichtige Vitamin-A-haltige Cremes haben einen positiven Peeling-Effekt. Raue Stellen mit alter Hornhaut werden so schnell wieder geschmeidig. Wichtig ist eine konsequente Pflege. Einmal cremen ist wie keinmal cremen.

Haut & Sonne

  • Wie kann man die Sonne ohne Reue genießen?
  • Wie muss man sich eincremen, um den angegebenen Lichtschutz­faktor zu erreichen?
  • Kann wirklich schon ein einziger Sonnenbrand später zu Hautkrebs führen?
  • Wie entsteht Sonnenallergie und was kann man dagegen tun?

Haut & Winter

  • Extra-Tipps für eine gesunde Haut im Winter
  • Ist auch im Winter Sonnenschutz nötig?
  • Stimmt es, dass Lippenpflegestifte abhängig machen können?
  • Welche Pflege braucht die Haut jetzt?
  • Wie geht es unserer Haut im Winter?
  • Wie können besonders raue Stellen wie Knie, Schienbeine und Ellenbogen gepflegt werden?

Sonne in ungewohnter Form ist Stress für die Haut, an den sie sich langsam gewöhnen muss. Das braucht Zeit! Tipps, um die Sonne zu genießen und dabei seine Haut zu retten:

  • Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors (LSF). Ab LSF 30 bei empfindlicher und unvorbereiteter Haut. Mit UV-A- und UV-B-Schutz.
  • Richtiges Eincremen. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad und in ausreichender Menge. Nochmaliges Eincremen ist z. B. nach dem Schwimmen nötig, um den auf der Sonnencremeflasche/Tube angegebenen LSF wieder zu erreichen. Und: Zweimal mit LSF 20 eingecremt, erhöht diesen nicht auf 40!
  • Langsame Sonnengewöhnung. Kurze Sonnen­bäder im heimischen Garten am Vormittag oder ab dem späten Nachmittag anstatt Brutzeln am Strand im Süden zur Mittagszeit.
  • An textilen Sonnenschutz wie Hut, T-Shirt, Sonnenbrille denken.

Was die wenigsten wissen: Nur wer 2 mg Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufträgt (bei einem Menschen von 70 kg macht das immerhin 40 g Creme!), erreicht den Lichtschutzfaktor, der auf der Flasche/Tube deklariert wird. Es ist also durchaus möglich, eine Sonnencreme mit LSF 50 zu benutzen, aber durch ungenügendes Eincremen trotzdem nur einen LSF von 5 zu erreichen. Und nun einmal Hand aufs Herz: Mit wie vielen nur halb verbrauchten Sonnenmilchflaschen im Gepäck kommen Sie aus dem Urlaub wieder nach Hause?

Ja. Die Haut vergisst nichts. Wenn wir unsere Haut den UV-Strahlen zu intensiv aussetzen, erkennen wir das an leichten Rötungen bis hin zu ausgeprägten Sonnenbränden. Was wir nicht sehen, sind die Zellschäden, die dadurch entstehen. Zum Glück haben wir ein starkes körpereigenes Reparatursystem, das viele dieser Schäden ausbessern kann. Im Idealfall werden die geschädigten Zellen aus dem Verkehr gezogen. Es ist aber möglich, dass geschädigte Zellen weiterhin an der Zellteilung teilnehmen und noch Jahre später entarten. Daher kann ein Sonnenbrand in der Kindheit auch noch im Erwachsenenalter zu Hautkrebs führen. Die gute Nachricht: Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge so wichtig.

Die Ursachen sind tatsächlich noch nicht ausreichend erforscht. Wahrscheinlich wurde die Haut durch Umwelteinflüsse sensibilisiert und reagiert nun allergisch auf UV-Licht.

Eine langsame Gewöhnung der Haut an die Sonnenstrahlen kann das Risiko einer Sonnenallergie senken. Eine Vorbereitung im Solarium ist aber nicht zu empfehlen! In den UV-Lichtkabinen beim Hautarzt kann allerdings eine Abhärtung mit einer langsam ansteigenden Dosierung durchgeführt werden, eine etwas aufwendige, aber wirkungsvolle Therapie. Die Einnahme von Pflanzenstoffen (Polypodium leucotomos, Karotinoide) kann sich positiv auf die Lichtempfindlichkeit auswirken und einen geringen UV-Schutz aufbauen. Kurzfristig helfen Kortison-Cremes und Antihistaminika.

  • Duschöle verwenden und vorsichtig abtrocknen. So bleiben die Öle der Haut erhalten.
  • Milde Reinigung: aggressive Tenside vermeiden (erkennt man meist an einer starken Schäumung). Lauwarme Gesichtskompressen mit Kamille oder Lavendel verstärken den Reinigungseffekt und wirken beruhigend sowie antientzündlich (zehn Sekunden Einwirkzeit).
  • Faustregel Pflege: Wasseranteil reduzieren, Fettanteil erhöhen. Wasser-in-Öl-(W/Ö-)Emulsionen bevorzugen.
  • Mechanische Peelings irritieren die Haut im Winter unnötig. Lieber auf enzymatisch wirkende Peelings umsteigen.
  • Der Winter ist perfekt geeignet für Fruchtsäure- und Mikrodermabrasionsbehandlungen. Ergebnis: ein frisches und verfeinertes Hautbild.

Die Haut hat sich im Winter von der Sonne entwöhnt. Eine plötzliche Sonnenexposition wie im Skiurlaub ist für sie deshalb ein Schock, auf den sie gänzlich unvorbereitet reagieren muss. Ein konsequenter Schutz gegen UV-B-Strahlen (LSF 30+) und UV-A-Strahlen ist Pflicht. Die unvorbereitete Haut muss langsam an die Höhensonne gewöhnt werden. Also nicht gleich am ersten Urlaubstag Après-Ski im Liegestuhl!

Die Kraft der UV-Strahlen wird im Winter oft unterschätzt. An sonnigen Wintertagen ist ein UV-Schutz unabhängig vom Aufenthaltsort wichtig. Es können auch Make-ups oder Tagescremes mit UV-Schutz benutzt werden. Wenn die Creme zusätzlich einen hohen Fettgehalt aufweist, kann sie unsere Haut gleichzeitig gegen Kälte schützen.

Nein, das stimmt nicht. Durch häufiges Benutzen von Lippenpflegestiften kann allerdings ein Gewöhnungseffekt eintreten. Dadurch werden normale Lippen als trocken und spröde empfunden. Da die Lippen durch fehlende Talgdrüsen wenig pflegende Fette produzieren, können sie sich schlecht gegen die Kälte schützen. Pflegestifte liefern im Winter hochwertige hautidentische Lipide wie Jojobaöl oder Sheabutter. Sie sollten aber nur so häufig benutzt werden, wie unsere Lippen diese Extrapflege brauchen. Andernfalls muss die Talgproduktion manchmal wieder auf Touren kommen, wenn sie lange Zeit nicht gefordert war. Neigt man zu entzündeten, gereizten Lippen, sollte man dies lieber ärztlich abklären lassen.

Viele Menschen haben im Winter fettarme, trockene Haut. Je besser die Haut mit Fetten versorgt ist, desto besser kann sie Feuchtigkeit speichern. Eine milde Reinigung schützt vor zusätzlichem Austrocknen. Danach kann für das Gesicht ein Serum verwendet werden. Die zugeführte Feuchtigkeit wird im letzten Schritt mit einer fetthaltigen Pflegecreme versiegelt.

Ist die Haut von selbst gut durchfeuchtet, reicht ein weniger reichhaltiges Pflegeprogramm, sonst kann es zu einer Übersättigung der Haut kommen. Pickel, häufig um den Mund, sind die Folge. Kurzes und nicht zu warmes Baden oder Duschen mit Ölen und ein anschließendes vorsichtiges Abtrocknen sind gut für unsere gestresste Haut. Danach nimmt sie die Wirkstoffe von Bodylotions besonders gut auf.

Unsere Haut hat im Winter Stress an zwei Fronten. Zum einen trocknet sie durch die kalten Außentemperaturen aus, denn Kälte entzieht der Haut Feuchtigkeit. Dass Kälte austrocknet, ist als physikalisches Phänomen bekannt. Wer nasse Wäsche bei Frost in den Garten hängt, wird feststellen, dass diese schnell trocknet. Zum anderen sind die Innenräume meist überheizt. Die Heizungsluft entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Die Haut ist mehrmals am Tag dem Wechsel zwischen eisigen Außentemperaturen und sehr warmer Innentemperatur ausgesetzt. Diesen Stress kann sie aber durch einen exzellenten Eigenschutz, das heißt eine intakte Hautbarriere, und eine klug abgestimmte Pflege gut überstehen.

Ideal ist eine Intensivpflege mit Dexpanthenol, Glyzerin oder Urea. Diese Wirkstoffe erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit der Haut und wirken glättend. Gegen rissige Haut eignen sich auch Schrundencremes für die Füße. In ihnen sind Urea, Feuchtigkeitsspender und Salizylsäure zur Ablösung von Hautschuppen kombiniert.

Auch rezeptpflichtige Vitamin-A-haltige Cremes haben einen positiven Peeling-Effekt. Raue Stellen mit alter Hornhaut werden so schnell wieder geschmeidig. Wichtig ist eine konsequente Pflege. Einmal cremen ist wie keinmal cremen.